„Ist alles Chimäre, aber mich unterhalt's!“

Schüler*innen im Burgtheater

Das Burgtheater, die BURG, das sicher berühmteste und wohl auch beste Theater im deutschsprachigen Raum, seit 14. Oktober 1888, gegenüber dem Rathaus, an der Wiener Ringstraße, bis dahin als k.k. Hofburgtheater am Michaelerplatz, hat seit der Ernennung zum „teutschen Nationaltheater“ durch Kaiser Joseph II. 1776 eine bewegte Vergangenheit hinter sich. 

Bei einer Aktiv-Führung durch eine Ausstellung des Österreichischen Theatermuseums im zweiten Pausenfoyer tauchten die Schülerinnen und Schüler der 3BK, gemeinsam mit Jahrgangsvorstand Christoph Helfer und JV-Stv.in Doris Czesany, am 23. März in diese zweieinhalb Jahrhunderte Geschichte ein.  

Sie erfuhren von der Gründung des alten Hauses, von der Übersiedlung ins neue Gebäude, in dem das Publikum anfangs weder gut sehen noch hören konnte (was zu einem baldigen Umbau des Zuschauerraumes führte) und von Schauspieler/innen- und Direktor/innen-Schicksalen auf und hinter der Bühne. Aber auch Besonderheiten und Absonderlichkeiten der BURG, wie das bis 1983 (!) herrschende Vorhangverbot (Applaus gebührte einst nur dem Kaiser), der „Wiener Schluss“ (alle Stücke, auch Tragödien wie „Romeo und Julia“ oder „Hamlet“, mussten auf allerhöchsten Wunsch ein Happy End erhalten) oder das Trauerritual für verstorbene Ehrenmitglieder (die traditionell einmal ums Haus getragen werden) kamen zur Sprache. 

Die „BURG heute“ war beim anschließenden Besuch der Abendvorstellung von Johann Nestroys Komödie „Zu ebener Erde und erster Stock“ zu erleben. Die Inszenierung der Posse rund um die Familien Schlucker (unten) und Goldfuchs (oben), deren (Un-)Glück sich im Laufe der Handlung schicksalhaft wendet, unterhielt mit viel Schwung, flotten musikalischen Einlagen und einem Bühnenbild, das optisch und technisch „alle Stückln“ spielte.