„Ich habe Österreichs geilsten Job“
Armin Wolf im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern der HAK/HAS Tulln
Seit seiner Schulzeit, als er an seiner Innsbrucker Handelsakademie (!) eine Schülerzeitung gründete und bereits vor der Matura im ORF-Landesstudio Tirol arbeitete, ist er Journalist mit Leib und Seele. Er hat mit Saddam Hussein, Vladimir Putin („das mit Abstand schwerste…“) und Frank Stronach („das wahrscheinlich lustigste Interview meines Lebens“) gesprochen. Seit 2002 erklärt er in der „Zeit im Bild 2“ jeweils mindestens 500.000 Zuseher/innen die aktuelle Nachrichtenlage und gemeinsam mit dem Politologen Peter Filzmaier im Podcast „Der Professor und der Wolf“ den Hörerinnen und Hörern die österreichische und internationale Politik. Armin Wolf ist einer der renommiertesten und bekanntesten Journalisten des Landes.
Am 23. April 2026 besuchte er auf Einladung von Direktor Peter Eisenschenk die Handelsakademie und Handelsschule Tulln und stand den Schülerinnen und Schülern der 2., 3. und 4. Jahrgänge sowie der 3. Klasse der Handelsschule zwei Stunden lang im Forum Rede und Antwort. Einleitend betonte er, wie wichtig es angesichts einer sich wandelnden Medienlandschaft und des damit verbundenen veränderten Nachrichtenkonsums gerade für junge Menschen sei, sich über verlässliche und seriöse Kanäle zu informieren („Lasst euch zum nächsten Geburtstag ein Abo einer Qualitätszeitung schenken!“).
Außerdem gab der ZiB-Anchorman Einblicke in seinen Werdegang, sprach über Glück und Zufälle in seiner Karriere und darüber, warum er auch nach Jahrzehnten noch immer für das, was er tut („sich informieren und darüber erzählen, was passiert“), brennt. Viele weitere Fragen der interessierten Zuhörerschaft – wie „Was raten Sie einem jungen Menschen, der Journalist werden möchte?“, „Wie wird entschieden, welches Ereignis es in die Nachrichten schafft?“, „Wie gehen Sie mit passiv-aggressiven Gesprächspartnern um?“, „Wen – lebend oder tot – würden Sie gerne interviewen?“ („Meinen Großvater, der gestorben ist, als ich fünf war.) oder „Was passiert, wenn die Sendung zu Ende und die Kamera aus ist?“ („Meist nicht viel, denn dann wollen alle nach Hause.) – wurden mit Sachkenntnis, Humor und aufschlussreichem Aus-dem-Nähkästchen-Geplauder beantwortet.
Armin Wolf gelang es an dem Vormittag, die Schülerinnen und Schüler, deren Wünsche nach Selfies und Autogrammen nach der Veranstaltung bereitwillig erfüllt wurden, mit seinen Ausführungen zu fesseln und zu begeistern. Er wäre wohl, hätte sich sein ursprünglicher Berufswunsch erfüllt („Ich wollte Wirtschaftspädagogik studieren und Lehrer werden.) auch außerhalb des ZiB2-Studios ein erfolgreicher Welt-Erzähler und -Erklärer geworden.