Donnerstag, 23 Feb 2012

MODULARISIERUNG AN DER HAK TULLN
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Unser Modulsystem – die Chance für Ihre Zukunft

 

Für SchülerInnen, die mit dem Schuljahr 2011/2012 in die Handelsakademie Tulln eintreten, ist eine Neuorganisation der Ausbildung in Form eines Modulsystems ab dem dritten Jahrgang vorgesehen. Ein entsprechender Antrag für den Schulversuch wurde vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur genehmigt.

Der erste und zweite Jahrgang wird wie bisher geführt. Der dritte bis fünfte Jahrgang wird jeweils in ein Winter- und Sommersemester unterteilt. Jedes Halbjahr wird mit einem Zeugnis abgeschlossen.

Benotet werden einzelne Module, das sind Unterrichtsgegenstände, die in einem Halbjahr unterrichtet werden. Wurde ein Modul nicht positiv abgeschlossen, muss im nächsten Halbjahr ein Kolloquium (Prüfung) abgelegt werden, um zu einer positiven Beurteilung zu gelangen.

Somit entfällt das verpflichtende Wiederholen eines gesamten Schuljahres im herkömmlichen Sinn.

 

So profitieren Sie von unserem Modulsystem

  • Teilnahme an einer innovativen und zukunftsorientierten Ausbildungsform
  • Sicherung der Qualität Ihrer schulischen Ausbildung
  • Erhöhung der Motivation
  • vermehrte Eigenständigkeit und Selbstverantwortung
  • individuelle Schwerpunktsetzung entsprechend Ihren Interessen
  • Möglichkeit, zusätzliche Module zu besuchen
  • flexiblere Förderung bei Leistungsschwächen
  • Weiterführung bzw. Ausbau zeitgemäßer Unterrichtsformen, wie z.B. Projektunterricht, Team-Teaching, fächerübergreifender Unterricht, kooperatives offenes Lernen (Cool), eLearning und vieles mehr
  • Aufsteigen auch mit „Nicht genügend“ möglich
  • Verringerung der Drop-Out-Quote
  • optimale Vorbereitung auf das Berufsleben bzw. auf die Fachhochschul- und Universitätslaufbahn
 
Ausgangssituation Drucken

Wie kam es zu dieser Schulversuchsidee?

Derzeit ist es möglich, dass SchülerInnen bereits bei einer einzigen negativen Jahresbeurteilung ein ganzes Schuljahr wiederholen müssen. Bereits positive Leistungen müssen noch einmal erbracht werden und es erfolgt eine neue Beurteilung. Für die Betroffenen können sich folgende Probleme ergeben, die den Verlust der Motivation und Freude mit sich bringen:

  • Verlassen des gewohnten Klassenverbandes und Eingliederung in einen neuen
  • mögliches schlechtes Image als „Sitzenbleiber“
  • sozialer Druck durch das Elternhaus
  • zusätzliche finanzielle Belastung durch Schulgeld
  • Verzögerung des Berufseinstiegs durch ein verlorenes Schuljahr
  • Gefahr der Fehleinschätzung der eigenen Leistung durch bereits bekannte Lerninhalte
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Zielsetzung Drucken

Mit dem Modulsystem soll einerseits die Möglichkeit geschaffen werden, individuelle Interessen der SchülerInnen im verstärkten Ausmaß zu berücksichtigen, und anderseits sollen Schwächen in einzelnen Gegenständen nicht zum Wiederholen sämtlicher bereits positiv absolvierter Gegenstände führen.

Unsere Zielsetzung ist:

  • Neuorganisation der 3. bis 5. Jahrgänge durch Modularisierung
  • Verbesserung der Qualität der schulischen Ausbildung
  • Erhöhung der Motivation der SchülerInnen und LehrerInnen
  • vermehrte Eigenständigkeit und Selbstverantwortung der SchülerInnen
  • individuelle Schwerpunktsetzung entsprechend den Interessen der SchülerInnen
  • Förderung der Begabten durch die Möglichkeit, zusätzliche Module zu besuchen
  • flexiblere Förderung der leistungsschwächeren SchülerInnen
  • Weiterführung bzw. Ausbau aktueller methodisch-didaktischer Unterrichtsformen, wie z.B. Projektunterricht, Team-Teaching, fächerübergreifender Unterricht, kooperatives offenes Lernen (Cool), eLearning und vieles mehr
  • Verringerung der Drop-Out-Quote
  • innovativer Weg in Richtung eines schulinternen akkordierten Anforderungsprofiles
  • mehr Möglichkeiten, auf die Anforderungen der regionalen Wirtschaft einzugehen
  • optimale Vorbereitung auf das Berufsleben bzw. auf die Fachhochschul- und Universitätslaufbahn
  • Gewährleistung der beruflichen und allgemeinen Bildung einschließlich der Universitätsreife
 
Pädagogisches Konzept Drucken

Modul:

Darunter wird ein Unterrichtsgegenstand verstanden, der in einem Halbjahr unterrichtet und beurteilt wird.
 

Modulsystem:

Der erste und zweite Jahrgang wird wie bisher als ganzjähriger Jahrgang geführt. Der dritte bis fünfte Jahrgang wird jeweils in ein Winter- und Sommersemester unterteilt. Die Gesamtdauer des Schulbesuchs darf die gesetzlich vorgegebene Höchstdauer nicht übersteigen.

Jedes Halbjahr wird mit einem Zeugnis abgeschlossen.

Zusätzlich zu den verpflichtenden Modulen haben die SchülerInnen die Möglichkeit, weitere Module zu besuchen.

Positive Module bleiben den SchülerInnen erhalten. Über negativ abgeschlossene Module müssen Kolloquien (Prüfungen) abgelegt werden, um zu einer positiven Beurteilung zu gelangen. Somit entfällt das verpflichtende Wiederholen eines gesamten Schuljahres im herkömmlichen Sinn. Eine freiwillige Wiederholung ist jedoch auf Antrag der SchülerInnen jederzeit möglich.

Die Ausbildung endet mit der Reife- und Diplomprüfung. Ein Antreten ist mit maximal einem negativen Modul möglich.
 

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Leistungsbeurteilung Drucken

Jedes Modul wird gesondert benotet. Am Ende jedes Halbjahres erhalten die SchülerInnen ein Halbjahreszeugnis mit den Beurteilungen über alle absolvierten Module.

Positiv absolvierte Module bleiben erhalten.

Für negativ beurteilte Module gilt Folgendes:
Es erfolgt ein erstes Kolloquium zu Beginn des nächsten Halbjahres durch die vortragende Lehrperson ohne zusätzliche Fördermaßnahme. Wird dieses Kolloquium nicht oder negativ absolviert, muss eine verpflichtende Fördermaßnahme in Anspruch genommen werden. Die Fördermaßnahme muss nicht zwingend durch die vortragende Lehrperson abgehalten werden.

Im Rahmen der Höchstdauer des Schulbesuches können Kolloquien respektive Module zu den angebotenen Terminen (zwei Termine pro Halbjahr) wiederholt werden.

Kolloquien bestehen bei Modulen mit Schularbeiten aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Alle anderen Module werden mündlich geprüft, wobei das Prüfungs- bzw. Fachgespräch aus Projektarbeiten, Präsentationen und dergleichen abgeleitet werden kann.

 
Stundentafel Modulsystem ab dem 3. Jahrgang Drucken

 

   III  IV V
 Pflichtmodule 5. Sem. 6. Sem. 7. Sem. 8. Sem. 9. Sem. 10. Sem.
Religion  2  2  2  2 2  2
Deutsch 3 3  2  2 3  3
Englisch einschließlich Wirtschaftssprache 3 3 2 2 3 3
Geschichte (Wirtschafts- und Sozialgeshichte)  3  3 2 2 -   -
Geografie (Wirtschaftsgeografie)  1  1 - - -   -
Internationale Wirtschafts- und Kulturräume - -  -   - 2   2 
Biologie, Ökologie und Warenlehre  1  1  2   2  2  2
Chemie  -  - - - -   -
Physik  -  -  -   -  -   -
Mathematik und angewandte Mathematik  2  2  3  3 2 2
Betriebswirtschaft 3 3 2 2 2 2
Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz  -  - -  -  -  -
Businesstraining, Projekt- und Qualitätsmanagement, übungsfirma und Case Studies 2 2 3 3 1 1
Rechnungswesen und Controlling*  2  4 4  2  2 2
Wirtschaftsinformatik  2  2  -   -  - -
Informations- und Officemanagement*  2  2 -  - -  -
Politische Bildung und Recht - - 3 3 1  1
Volkswirtschaft  -  - -   -  2  2 
Bewegung und Sport  2  2 1  1  1  1
Projektmanagement und Projektarbeit  -  -  1   1  1 1
Wahlpflichtmodule            
Lebende Fremdsprache: Französisch, Italienisch oder Russisch 3 3 3 3 2 2
Ausbildungsschwerpunkte: Entrepreneurship und Marketing, Controlling und  Jahresabschluss,  Informations- und Medientechnologie oder International Business 2 2 2 2 2 2
Gesamtwochenstundenzahl 33 35 32 30 28  28