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Schullog

Im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts an der HAK Tulln und mit Unterstützung durch die Fachhochschule in Tulln wurde das Projekt

Chemie im Kreislauf von Natur und Technik: „Kunststoffe im Kreislauf“

von Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrgangs 1DK der Handelsakademie und ihre verantwortlichen Fachprofessoren Mag. Franz Schmid und Mag. Christine Cikanek-Jandl entwickelt.

Das Thema „Kunststoffe im Kreislauf“ haben wir gewählt, weil wir in der Fachhochschule Tulln mit dem Studiengang „Biotechnische Verfahren“ und im Interuniversitären Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie (IFA) - Tulln, ein der BOKU-Wien angeschlossenes Institut, ideale Projektpartner sahen. Dies vor allem deshalb, weil wir uns im Rahmen dieses Projektes auch mit Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffen (Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, Biokunststoffe) beschäftigen wollten.

Schon beim ersten Gespräch war die Studiengangsleiterin, Frau DI Birgit Herbinger vom Thema begeistert, und sagte uns volle Unterstützung seitens ihres Institutes zu. So hatten wir dann auch die Möglichkeit im Institut für Naturstofftechnik der IFA die Verarbeitung von Kunststoffen am Extruder und am Spritzgussautomaten mitzuerleben. Im Labor der Fachhochschule konnten wir in einem über 65 Tage laufenden „Sturmtest“ die biologische Abbaubarkeit verschiedener Materialien (PP, Mater-Bi, Fasal und Stärke) überprüfen. Die Schüler durften zu Beginn des Experimentes beim Probenansatz einfache Laborarbeiten - Probeneinwaage, Herstellen von Lösungen bestimmter Konzentrationen, etc. - selbst durchführen. Am Institut wurde die freigesetzte Menge an CO 2 dann zweimal wöchentlich bestimmt. Bei der letzten Bestimmung waren die Schüler wieder mit dabei. Sie konnten selbständig unter Anleitung die dazu notwendige Titration durchführen.

Im Laufe unserer ersten Aktivitäten mit dem Projektthema haben sich folgende Fragestellungen ergeben:Was sind Kunststoffe?

  • Wie werden Kunststoffe hergestellt?
  • Welche Rohstoffe werden für deren Herstellung verwendet?
  • Wie werden Kunststoffe verarbeitet?
  • Wie können Kunststoffe wiederverwertet werden?
  • Gibt es Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffen?
  • Was sind Biokunststoffe?

Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen haben die Schüler/innen einzeln und in Kleingruppen (2 – 3 Schüler/innen), deren Zusammensetzung zum Teil auch wechselte, im Internet recherchiert. Die Ergebnisse haben sie in Word–Dokumenten zusammengefasst, und davon ausgehend einen Poster gestaltet und eine Power-Point-Präsentation zusammengestellt. So entwickelte sich unser Chemie-Projekt aber auch relativ rasch zu einem fächerübergreifenden Projekt. Im Biologieunterricht beschäftigten sich die Schüler/innen mit dem biologischen Abbau von Werkstoffen und den Vorgängen bei der Kompostierung. Im Unterrichtsgegenstand Informatik erfuhren die Schüler/innen, wie die Rechercheergebnisse ansprechend präsentiert werden können. Die Präsentation dieser Arbeiten erfolgte vorerst vor den Mitschülern der eigenen Klasse, und bei der abschließenden Projektpräsentation am 9. 3. 2007, auch vor geladenen Gästen, unter ihnen Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Vizebürgermeister und NR Mag. Peter Eisenschenk, Stadträtin Mag. Susanne Schimek, DI Birgit Herbinger (FH in Tulln) sowie Vertretern aus der Wirtschaft, aus Schulen und der Presse.

Die Funktion der Lehrkraft sollte in diesem Projekt nur eine begleitende, nicht aber bestimmende sein. Der grobe organisatorische Ablauf wurde mit der Klasse gemeinsam festgelegt. Die Zuteilung der einzelnen Aufgabengebiete erfolgte großteils durch freiwillige Meldung der Schüler/innen.

Mag. Franz Schmid

Projektleiter