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Erfolg kennt keine Grenzen

Das im Schuljahr 2001/02 durchgeführte Projekt "Erfolg kennt keine Grenzen", bei dem erfolgreiche und außergewöhnliche Karrieren von Absolventinnen und Absolventen der HAK/HAS Tulln vorgestellt wurden, möchten wir weiter fortsetzen:

Name: Thomas Eder

Maturajahrgang: 1998

Beruf und Aufgabengebiet:

Nach der Matura habe ich beschlossen, mich als Musiker selbständig zu machen. Gleich in meinem ersten Jahr als Profi-Gitarrist wurde ich Teil der Band des jetzigen Dancing Stars Manuel Ortega. Das war der Anfang einer bis jetzt recht zufrieden stellenden Karriere als Studio- und Livemusiker.
Zur Zeit bin ich Gittarist in einer der erfolgreichsten Bands Österreichs, die "Seer". Außerdem bin ich noch tätig für u.a. Günter "MO" Mokesch, Mat Schuh, .....

Woran erinnern Sie sich spontan, wenn Sie an Ihre schulische Laufbahn in der HAK zurückdenken?

An eine sehr gute Klassengemeinschaft, an das Schulorchester bzw. die Schulband, an ein angenehmes Klima zwischen Lehrern und Schülern.

Sind Sie in die HAK gegangen, weil Sie immer wussten, dass Sie einen Beruf im Bereich der Wirtschaft anstreben?

Eigentlich war es immer mein Traum, mein Hobby, die Musik, zum Beruf zu machen. Allerdings nützt mir auch in diesem Job das kaufmännische Verständnis, das ich in der HAK vermittelt bekam.

Warum haben Sie diesen Beruf angestrebt?

Weil es das ist, was ich am liebsten mache und am besten kann. Und weil man andere Menschen an dieser Freude für die Musik teilhaben lassen kann.

Welche Kenntnisse, die man Ihnen an der HAK Tulln vermittelte, haben Ihnen besonders geholfen?

diverse kaufmännsiche Kenntnisse

Welche Anregungen für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn können Sie unseren Schülerinnen und Schülern geben?

Sich nicht von seinen Träumen abbringen lassen. Und immer darauf achten, dass man sich wohl fühlt bei dem, was man tut. Mit der Zeit gehen, sich weiterbilden.

 

 

Name: Anita Hell

Abschlussklasse: 1996

Beruf und Aufgabengebiet:

Seit Juli 1996 bin ich bei Deloitte Österreich beschäftigt. Anfangs als Abteilungssekretärin und seit 1999 als Assistentin des Finanzvorstandes. Meine Aufgaben sind sehr breit im Bereich des Office-Managements verteilt und umfassen zB die Erstellung von Präsentationen für Meetings oder Kundenaquisitionen, die Organisation von externen und internen Veranstaltungen sowie die Reise- und Terminplanung für unseren Finanzvorstand. Im Rahmen der internen Ortanisation befasse ich mich mit sämtlichen administrativen Arbeitsabläufen, die täglich in einem Sekretariat anfallen. Ausßerdem verantworte ich die Fakturierung der Leistungen an unsere Kunden.

Woran erinnern Sie sich spontan, wenn Sie an Ihre schulische Laufbahn in der HAK zurückdenken?

Unsere Professoren waren in allen Bereichen stets bemüht, uns aktuelles Wissen und die wichtigsten Fähigkeiten für unsere spätere berufliche Laufbahn zu vermitteln. Insbesondere die Durchführung zahlreicher Projekte und Veranstaltungen hat viel zu einem besseren Verständnis des theoretischen Lernstoffes und zu ersten Erfahrungen in der Wirtschaftspraxis beigetragen.

Sind Sie in die HAS gegangen, weil Sie immer wussten, dass Sie einen Beruf im Bereich der Wirtschaft anstreben?

Hauptargument bei der Entscheidung für die HAS Tulln war das Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen sowie der überaus gute Ruf dieser Schule.

Warum haben Sie diesen Beruf angestrebt?

Freude an der Organisation, eigenständiges und genaues Arbeiten sowie der Umgang mit Menschen waren bzw. sind mir sehr wichtig.

Welche Kenntnisse, die man Ihnen an der HAS Tulln vermittelte, haben Ihnen besonders geholfen?

Für den Berufseinstieg bei großen und international tätigen Unternehmen sind sowohl gutes Allgemeinwissen als auch kaufmännisches Verständnis Grundvoraussetzungen, um die sehr vielfältigen Anforderungen in fachlicher und persönlicher Hinsicht erfüllen zu können. In der HAS Tulln sind diese Kenntnisse sehr gut vermittelt worden.

Welche Anregungen für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn können Sie unseren Schülerinnen und Schülern geben?

Man sollte sich Ziele setzen und versuchen diese auch zu erreichen. Freude und Ehrgeiz sollte man in den Beruf einbringen sowie möglichst schnell seine Stärken und Schwächen erkennen, damit man seine Stärken ausbauen und an den Schwächen arbeiten kann. Außerdem sind Flexibilität und laufende Weiterbildung in der heutigen Zeit unerlässlich, um sich am Arbeitsmarkt gut zu positionieren.

 

Name: Michaela Kern (geb. Latzer)

Maturajahrgang: 1981/82

Beruf und Aufgabengebiet: Angestellte, Kanzleileiterin in Rechtsanwaltskanzlei

Woran erinnern Sie sich spontan, wenn Sie an Ihre schulische Laufbahn in der HAK zurückdenken?

Schulsportwoche, Englandaufenthalt.

Sind Sie in die HAK gegangen, weil Sie immer wussten, dass Sie einen Beruf im Bereich der Wirtschaft anstreben?

Nein

Warum haben Sie diesen Beruf angestrebt?

Selbstständiges Arbeiten, Mitarbeiterführung, Verantwortung übernehmen.

Welche Kenntnisse, die man Ihnen an der HAK Tulln vermittelte, haben Ihnen besonders geholfen?

Maschinschreiben, Buchhaltung, Deutsch, Schriftverkehr.

Welche Anregungen für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn können Sie unseren Schülerinnen und Schülern geben?

Wenn man sich anstrengt, sind auch die höchsten Hürden zu meistern.

 

 

Name: Karin PICHLER

Maturajahrgang: 1982

Beruf und Aufgabengebiet : Betriebsprüferin am Finanzamt Tulln/Hollabrunn/Korneuburg

Woran erinnern Sie sich spontan, wenn Sie an Ihre schulische Laufbahn in der HAK zurückdenken?

Mathematik bei Direktor Heinl; Experimente und Chemiestunden-Wiederholungen bei Mag. Schmid; Englandsprachreise mit Prof. Sypien (Schade, dass es bei uns noch kein Schulorchester gab - Gratulation an Walter Chmela)

Sind Sie in die HAK gegangen, weil Sie immer wussten, dass Sie einen Beruf im Bereich der Wirtschaft anstreben?

So genau wusste ich es nach der Unterstufe Gymnasium nicht, wollte ursprünglich Lehrerin werden. Banken und Versicherungen interessierten mich aufgrund diverser Ferialjobs ebenso.

Warum haben Sie diesen Beruf angestrebt?

Nach kurzer Zeit in der Privatwirtschaft bei einem Schadens- und Versicherungsberatungsbüro wechselte ich zur Finanzlandesdirektion, die Personal zur Ausbildung als Betriebsprüfer für den Außendienst suchte. Nach intensiver Ausbildung in der heutigen Finanzakademie und vorerst im Innendienst in Wien bin ich seit Jahren Betriebsprüfer in Tulln und führe mittlerweile den Berufstitel "Amtsdirektor". Das Steuerrecht, die Zusammenarbeit mit vielen interessanten, neuen Personen und Firmen und die Tätigkeit im Außendienst finde ich bis heute eine ständige Herausforderung. Auch das hohe Maß an Selbstständigkeit und laufender Weiterbildung im nie endenden Steuerrecht machen meinen Beruf bis heute interessant.

Welche Kenntnisse, die man Ihnen an der HAK Tulln vermittelte, haben Ihnen besonders geholfen?

Natürlich alle kaufmännischen Fächer, insbesondere BWL und Rechnungswesen, aber auch einwandfreies Deutsch für umfassende Berichte sowie Mathematik für Kalkulationen.

Welche Anregungen für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn können Sie unseren Schülerinnen und Schülern geben?

Alle Möglichkeiten der Aus-, Weiter- und Fortbildung nutzen; in Dinge vertiefen, die euch wirklich interessieren, denn dann seid ihr auch dort wirklich "gut"; Ausgleich vom beruflichen Alltag suchen in Musik und Sport.

 

Name: Mag. Martin Schobert

Maturajahrgang: 1990

Beruf und Aufgabengebiet:

Österreich Werbung, Region Manager Österreich (= Marketingleiter für Inlandstourismus)

Woran erinnern Sie sich spontan, wenn Sie an Ihre schulische Laufbahn in der HAK zurückdenken?

Viel Spaß und viel "für´s Leben gelernt" (brauche ich heute noch oft), Dr. Gstettner, Hak-Ball, Bunter Abend...

Sind Sie in die HAK gegangen, weil Sie immer wussten, dass Sie einen Beruf im Bereich der Wirtschaft anstreben?

Ja - aber weil es tatsächlich die einzige Schule ist, die einem bei JEDER Berufswahl danach etwas bringt: nämlich wirtschaftlich handeln und denken.

Warum haben Sie diesen Beruf angestrebt?

•  Tourismus ist faszinierend - international - in Österreich eine volkswirtschaftlich auch sehr bedeutende Branche (wenn man bereit ist mit Einsatz gute Leistungen zu bringen, erarbeitet man sich in dieser Branche relativ leicht ein positives Renommee für künftige Karriereschritte).

•  Marketing, weil es einfach die spannendste Disziplin der Betriebswirtschaft ist. Und für meine Tätigkeit bei der Österreich Werbung: weil gute Kommunikation einfach Spaß macht.

•  Die Kombination der beiden in einem internationalen Umfeld ist daher beinahe perfekt ...

Welche Kenntnisse, die man Ihnen an der HAK Tulln vermittelte, haben Ihnen besonders geholfen?

Ganz allgemein: die Inhalte, die wir in BWL bei Prof. Schwantner gelernt haben, brauche ich heute noch (und das Wissen seiner BWL-Maturanten haben in diesem Umfang oft BWL-Studenten nach ihrem Studienabschluss nicht ...) , SBKR bei Prof. Gstettner (ich kann´s heute noch auswendig: § 1 HGB: Ein ordentlicher Kaufmann ...), Computer- (und Maschinschreib)-kenntnisse (das war vor 15 Jahren schon sehr gut ...)

Welche Anregungen für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn können Sie unseren Schülerinnen und Schülern geben?

Your future job: Love it, change it or leave it ...! Das heißt: Macht das, was ihr gern macht, - und zwar 100%ig. Wenn´s nicht 100%ig geht, dann macht es 100%ig. Und wenn das auch nicht geht, dann macht etwas anderes!

 

Name: Dr. Alexandra Schubert

Maturajahrgang: 1990

Beruf und Aufgabengebiet:

Sonder- und Heilpädagogin (Dr. phil.); Autorin (Fachliteratur Sonder- und Heilpädagogik, Schulpädagogik); Leiterin Fachstelle Sonderpädagogik der Erziehungsdirektion Appenzell Ausserrhoden, Schweiz

Woran erinnern Sie sich spontan, wenn Sie an Ihre schulische Laufbahn in der HAK zurückdenken?

Es machte mehrheitlich Spaß, die Handelsakademie Tulln zu besuchen. Der gute Kontakt zu den Klassenkameradinnen und -kameraden wurde durch klassenübergreifende Projekte wie bspw. den "Bunten Abend" oder das Angebot von Freifächern auf das gesamte Schulhaus ausgedehnt.

Die gute Unterstützung durch die meisten Lehrpersonen, vor allem durch den Klassenvorstand, insbesondere in Phasen schwacher Motivation, die nicht nur, aber gerade auch in der Pubertät zu erwarten sind, war von großer Bedeutung für das insgesamt hohe Wohlbefinden an der HAK, das - wie auch verschiedene aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen - u. a. wesentlich die Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft und somit letztendlich den Lernerfolg beeinflusst.

Die Lehr- und Lerninhalte, welche an der Handelsakademie Tulln vermittelt wurden, erweisen sich auch dann, wenn unmittelbar kein Beruf im Bereich der Wirtschaft angestrebt wird, als sehr gewinnbringend.

Sind Sie in die HAK gegangen, weil Sie immer wussten, dass Sie einen Beruf im Bereich der Wirtschaft anstreben? Warum haben Sie diesen Beruf angestrebt?

Nein. Mein Berufswunsch war zu dieser Zeit alles andere als klar. Von einer Tätigkeit im Bereich Fremdenverkehr bis hin zum Universitätsstudium der Veterinärmedizin stand sozusagen alles offen.

Die Handelsakademie bot jedoch mit Bestehen der Matura eine abgeschlossene Berufsausbildung an und ermöglichte darüber hinaus bei Belegung des Freifachs Latein den Zugang zu sämtlichen Studienrichtungen an den Universitäten.

Welche Kenntnisse, die man Ihnen an der HAK Tulln vermittelte, haben Ihnen besonders geholfen?

Nebst der Anleitung und Unterstützung zum selbstständigen und ausdauernden Arbeiten sowie zur Zusammenarbeit im Team, also einer Erweiterung der Selbst- und Sozialkompetenz, haben sich - teilweise erst sehr viel später - verschiedene Fachkompetenzen, die hier nicht vollumfänglich aufgelistet werden können, bewährt.

Während meine Kenntnisse im Tastaturschreiben innerhalb der Schulzeit gerade für die Handelskammerprüfung ausreichten, wurde ich an der Universität, beim Schreiben von Seminararbeiten, der Diplomarbeit und zuletzt der Dissertation, gut trainiert, sodass ich heute ein hohes Tempo vorweisen kann, was sich sowohl beruflich als auch privat auszahlt. Aus heutiger Sicht bedauere ich, mir im Stenographieren nicht mehr Kompetenz erworben zu haben.

Als an sich untypische HAK-Schülerin mit wenig Freude an den kaufmännischen Fächern, dafür aber umso mehr Spaß am (Fremd-) Sprachunterricht, bin ich heute innerhalb der Erziehungsdirektion AR für die Finanzierung des Sonderschulbereichs für ein großes Budget verantwortlich und doch froh über meine (zumindest Grund-) Kenntnisse in der Buchhaltung bzw. im Rechnungswesen. Mit einem selbstständig erwerbstätigen Schweizer verheiratet, nützt mir darüber hinaus mein Wissen aus dem BWL- und Marketingunterricht, das selbstverständlich immer wieder erweitert bzw. aktualisiert werden muss.

Grundkenntnisse aus der Staatbürgerkunde und Rechtslehre lassen mich wenigstens die Bedeutung des Abschlusses eines Ehevertrags wissen.

Insbesondere der Deutschunterricht hat mein Interesse an Kunst und Literatur geweckt, was unter dem Stichwort "Psychohygiene" für meine private Zufriedenheit von Bedeutung ist.

Welche Anregungen für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn können Sie unseren Schülerinnen und Schülern geben?

Wesentlich erscheint mir, flexibel und offen für Neues zu bleiben und eine Erhöhung aller drei Lehr- und Lernbereiche, der Selbst-, der Sozial- und der Sachkompetenz, im Auge zu behalten. Die schulische Ausbildung legt einen wesentlichen Grundstein für die Zukunft, der jedoch nur als Fundament verstanden werden kann. Nichts vom Erlernten, auch wenn es kurzfristig den Eindruck erwecken kann, ist vergeudet. Grundsätzlich steht ein defekt- oder mangelorientiertes Denken jeder förderlichen Entwicklung im Wege und muss deshalb einer ressourcenorientierten Grundhaltung Platz machen.